Wertermittlung

Die Wert­ermitt­lung dient der Ermitt­lung des Ver­kehrs­wer­tes, der häu­fig die Grund­la­ge für den Kauf­preis eines Hau­ses bil­det, und der Ermitt­lung des Belei­hungs­wer­tes. Unter Belei­hungs­wert wird der auf Dau­er erziel­ba­re Ver­kaufs­wert (nicht zu ver­wech­seln mit den Anschaf­fungs- und Her­stel­lungs­kos­ten) ver­stan­den. Der Belei­hungs­wert ist ein zen­tra­ler Begriff des Real­kre­di­tes und dient der Ermitt­lung der Belei­hungs­gren­ze sowie der län­ger­fris­ti­gen Risi­ko­be­ur­tei­lung durch die Bank und ist damit Teil der Kre­dit­ent­schei­dung. Wäh­rend der Ver­kehrs­wert im wesent­li­chen stich­tags­be­zo­gen ermit­telt wird, wird beim Belei­hungs­wert auf den lang­fris­tig erziel­ba­ren Ver­kaufs­preis abge­stellt, da das bewer­te­te Objekt in der Regel für vie­le Jah­re als Kre­dit­si­cher­heit die­nen soll. Der Belei­hungs­wert liegt daher häu­fig nied­ri­ger als der Ver­kehrs­wert. Bei Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser sowie Eigen­tums­woh­nun­gen wird der Belei­hungs­wert nach dem Sach­wert, der sich aus Boden- und Gebäu­de­wert zusam­men­setzt, ermit­telt. Bei der Ermitt­lung des Gebäu­de­wer­tes wird ein gewis­ser Sicher­heits­ab­stand zu den jeweils aktu­el­len Her­stel­lungs­kos­ten gewahrt. Bei Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern und sons­ti­gen Ren­di­te­ob­jek­ten wird der Belei­hungs­wert auf Basis des Sach- und Ertrags­wer­tes bestimmt, wobei der Ertrags­wert im Vor­der­grund steht. Der Ertrags­wert ori­en­tiert sich an den auf Dau­er erziel­ba­ren Miet­ein­nah­men.


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