Vandalismus

Van­da­lis­mus bezeich­net eine blin­de Zer­stö­rungs­wut. Es han­delt sich hier­bei um eine vor­sätz­li­che, nor­men­ver­let­zen­de Hand­lung der Zer­stö­rung oder Beschä­di­gung von pri­va­tem oder öffent­li­chem Eigen­tum, die ille­gal ist und straf­recht­lich ver­folgt wird. Jähr­lich ent­ste­hen durch Van­da­lis­mus Sach­schä­den in einer Höhe von rund 200 Mio. €. Die (mehr­heit­lich männ­li­chen) jugend­li­chen Täter kön­nen aller­dings in den meis­ten Fäl­len nicht ermit­telt wer­den. Die Auf­klä­rungs­quo­te liegt bei nur rund 25%.

Die durch Van­da­lis­mus ent­stan­de­nen Schä­den kön­nen neben dem Ärger­nis eine gro­ße uner­war­te­te finan­zi­el­le Belas­tung für die Betrof­fe­nen dar­stel­len. Selbst wenn die Täter des Van­da­lis­mus ermit­telt wur­den, ist hier kaum mit einer direk­ten Kos­ten­über­nah­me durch die Ver­ur­sa­cher zu rech­nen. Die Ver­si­che­rung kann nach erfolg­ter Scha­den­re­gu­lie­rung aller­dings Regress beim Täter ein­for­dern.

In fol­gen­den Berei­chen kön­nen Schä­den, die in Fol­ge von Van­da­lis­mus ent­stan­den sind, durch eine ent­spre­chen­de Ver­si­che­rung abge­si­chert wer­den:

  • Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung – wenn das Haus z.B. mit Graf­fi­ti beschmiert wird oder Lam­pen, Car­ports, Zäu­ne oder Brief­käs­ten mut­wil­lig beschä­digt wer­den (hier muss der Schutz gegen Van­da­lis­mus­schä­den oft durch einen Bau­stein oder eine sepa­ra­te Ver­ein­ba­rung in die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung auf­ge­nom­men wer­den).
  • Haus­rat­ver­si­che­rung – wenn Ein­bre­cher auf der Suche nach Wert­ge­gen­stän­den ran­da­lie­ren und Möbel, Türen, Tre­so­re oder Deko­ra­ti­ons­ge­gen­stän­de beschä­di­gen oder die Wut über gerin­ge „Beu­te“ am Inven­tar aus­las­sen und Sofas auf­schlit­zen oder Möbel­stü­cke umwer­fen spricht man eben­falls von einem Van­da­lis­mus oder auch Van­da­lis­mus­scha­den.
  • KFZ-Voll­kas­ko­ver­si­che­rung – wenn das Fahr­zeug von unbe­kann­ten Tätern beschä­digt wird, z.B. durch Zer­krat­zen, zer­sto­che­ne Auto­rei­fen oder Fuß­trit­te gegen das Auto.
  • KFZ-Teil­kas­ko­ver­si­che­rung – die Teil­kas­ko­ver­si­che­rung über­nimmt die Kos­ten eines Van­da­lis­mus­scha­dens nur, wenn es sich hier­bei um eine zer­bro­che­ne Schei­be han­delt, da Glas­bruch­schä­den unab­hän­gig von der Ursa­che Bestand­teil der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung sind oder Brand­stif­tung der Grund für die Beschädigung/​Zerstörung des Autos war.
  • Gewerb­li­che All­ge­fah­ren­de­ckung – im gewerb­li­chen Bereich kann es in Fol­ge von Van­da­lis­mus – oft auch im Rah­men von Kra­wal­len - zu Schä­den an Schau­fens­tern, Türen, Tür­schlös­sern, Fas­sa­den, Mobi­li­ar, Laden­ein­rich­tun­gen, Gebäu­de­tei­len kom­men, die über eine All­ge­fah­ren­de­ckung abge­si­chert wer­den kön­nen.

Formen von Vandalismus

Als Van­da­lis­mus wird, wie oben beschrie­ben, die bewuss­te, ille­ga­le oder nor­men­ver­let­zen­de Beschä­di­gung oder Zer­stö­rung frem­den Eigen­tums genannt. Van­da­lis­mus ist in vie­len Fäl­len ein Akt bewuss­ter oder nicht bewuss­ter Pro­vo­ka­ti­on von Mit­men­schen oder dem Sys­tem.

Bewusste Handlung

Van­da­lis­mus geschieht in der Regel bewusst. Dies bedeu­tet, dass ein bewuss­ter Vor­satz vor­lie­gen oder der Scha­den wird zumin­dest bewusst in Kauf genom­men. Die Beschä­di­gung einer Sache, die nicht bewusst geschieht, son­dern auf­grund des übli­chen Gebrauchs oder durch Unter­las­sen ist kein Van­da­lis­mus.

Illegale Handlung

Der Van­da­lis­mus ist eine ille­ga­le oder auch nor­men­ver­let­zen­de Hand­lung im Gegen­satz zu Hand­lun­gen wie der Abge­ris­sen eines Hau­ses durch den Eigen­tü­mer oder die Ver­schrot­tung eines alten Autos nach der Nut­zungs­pha­se ver­schrot­tet. In bei­den Fäl­len wird kei­ner ande­rer Per­son geschä­digt, wodurch auch kein Van­da­lis­mus vor­liegt.

Zerstörendes oder beschädigendes Handeln

Eine Dif­fe­ren­zie­rung zum Van­da­lis­mus, ins­be­son­de­re der absicht­li­chen Ver­un­rei­ni­gung, bei der aber nichts zer­stört wird, z. B. das Weg­wer­fen von Müll auf die Stra­ße, oder von öffent­li­chen Parks, Ver­un­rei­ni­gung von Sit­zen in Bus­sen und Bah­nen, Uri­nie­ren an Gebäu­den usw.

Schä­den durch Graf­fi­ti wird in der Öffent­lich­keit kon­tro­vers dis­ku­tiert. Eini­ge sehen in Graf­fi­ti eine Form des Van­da­lis­mus, ande­re betrach­ten Graf­fi­ti als eine legi­ti­me Kunst, die vom Eigen­tü­mer nicht auto­ri­sier­ter im öffent­li­chen Raum statt­fin­den darf.


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