Auflassungsvormerkung

Die Auf­las­sungs­vor­mer­kung ist ein wich­ti­ger Schritt beim Kauf einer Immo­bi­lie. Der Käu­fer benö­tigt vor sei­ner end­gül­ti­gen Ein­tra­gung als Eigen­tü­mer ins Grund­buch die Garan­tie, dass der Ver­käu­fer die Immo­bi­lie nicht noch ande­ren Inter­es­sen­ten anbie­tet. Auch eine Belei­hung mit Grund­schul­den durch den Ver­käu­fer wäre ohne Vor­mer­kung theo­re­tisch denk­bar. Aus die­sem Grund erfolgt ein Ein­trag ins Grund­buch der Immo­bi­lie, der als recht­li­che Absi­che­rung für den Käu­fer gilt. Durch die­se Auf­las­sungs­vor­mer­kung ist es dem Ver­käu­fer also unmög­lich, die Immo­bi­lie noch als finan­zi­el­le Sicher­heit zu nut­zen oder ande­ren Per­so­nen anzu­bie­ten. Dies geht von die­sem Zeit­punkt an nur noch mit Zustim­mung des Auf­las­sungs­be­rech­tig­ten (des Käu­fers).

Die Auf­las­sungs­vor­mer­kung erfolgt direkt nach der Unter­zeich­nung des Kauf­ver­trags durch bei­de Par­tei­en. Zu die­sem Zeit­punkt sind sich Käu­fer und Ver­käu­fer über den Kauf sowie den Kauf­preis für die Immo­bi­lie einig und haben das Geschäft abge­schlos­sen. Bis zur end­gül­ti­gen Ein­tra­gung des Käu­fers als Eigen­tü­mer ver­geht jedoch noch Zeit. Zunächst muss die­ser sei­ne Finan­zie­rung besi­chern (über eine Grund­schuld­be­stel­lung), die Kre­dit­sum­me erhal­ten und den Kauf­preis an den Ver­käu­fer ent­rich­ten. Erst dann ver­an­lasst der Notar, dass der Käu­fer als neu­er Eigen­tü­mer ins Grund­buch der Immo­bi­lie ein­ge­tra­gen wird. Nach die­sem Antrag kön­nen jedoch noch Mona­te bis zur end­gül­ti­gen Ein­tra­gung ver­ge­hen. Solan­ge schützt die Auf­las­sungs­vor­mer­kung den Käu­fer vor bösen Über­ra­schun­gen. Die Ein­tra­gung einer sol­chen Vor­mer­kung ins Grund­buch dau­ert näm­lich nur weni­ge Tage. Aus die­sem Grund wer­den Nota­re die Auf­las­sungs­vor­mer­kung obli­ga­to­risch mit in den Kauf­pro­zess inte­grie­ren.

Ohne Auf­las­sungs­vor­mer­kung hät­ten Käu­fer von Immo­bi­li­en kei­ne Rechts­si­cher­heit über den Kauf der Immo­bi­lie. Der Ver­käu­fer könn­te bei­spiels­wei­se zur Finan­zie­rung einer ande­ren Immo­bi­lie ein­fach eine Grund­schuld ins Grund­buch ein­tra­gen las­sen, die theo­re­tisch dann den Käu­fer belas­tet. Auch ein Ver­kauf an ande­re Per­so­nen durch den Käu­fer wäre nicht aus­ge­schlos­sen, was zu viel juris­ti­schem Ärger führt. Dies liegt an der Tat­sa­che, dass das Grund­buch als eine Art „letz­te Wahr­heit“ gilt. Was dort steht, darf eine Per­son als gege­ben anneh­men und aus Geschäf­ten auf Basis der dor­ti­gen Infor­ma­tio­nen Ansprü­che ablei­ten. Wenn nun also ein zwei­ter Inter­es­sent die Immo­bi­lie kau­fen wür­de und im Grund­buch kei­ne Infor­ma­tio­nen zum ers­ten Ver­kauf stün­den, könn­te der zwei­te Käu­fer auf dem Eigen­tum behar­ren.


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