Grundschuld

Beim Kauf oder Bau einer Immo­bi­lie kom­men spä­tes­tens mit der Bau­fi­nan­zie­rung auch Grund­pfand­rech­te ins Spiel. Ein Grund­pfand­recht dient als Sicher­heit für den Immo­bi­li­en­kre­dit und macht die­sen somit über­haupt erst mög­lich.

Was ist ein Grundpfandrecht?

Grund­pfand­rech­te ermög­li­chen es dem Eigen­tü­mer einer Immo­bi­lie, das Objekt als Sicher­heit für bestimm­te Gegen­leis­tun­gen ein­zu­set­zen. Im Stan­dard­fall die­nen Haus oder Woh­nung als Absi­che­rung für eine Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung. Die Absi­che­rung des Bau­fi­nan­zie­rungs­dar­le­hens über­nimmt das Grund­pfand­recht in Form einer Grund­schuld, wel­che in das Grund­buch ein­ge­tra­gen wird.

Durch die­se Rege­lung kann der Kre­dit­ge­ber sicher sein, dass er auch im Fal­le eines Kre­dit­aus­falls an sein Geld kommt. So erlaubt eine Grund­schuld der Bank als Grund­pfand­rechts­gläu­bi­ger, bei einem Kre­dit­aus­fall die Immo­bi­lie zu ver­wer­ten. Durch einen Zwangs­ver­kauf des Hau­ses erhiel­te sie dar­auf­hin ihr Geld zurück. 

Welche Arten von Grundpfandrechten sind heute gängig?

Noch vor 30 bis 40 Jah­ren wur­den die meis­ten Bau­fi­nan­zie­run­gen über eine Hypo­thek besi­chert. Seit­dem gewann die Grund­schuld mehr und mehr an Bedeu­tung. Heu­te erfolgt die Besi­che­rung des­halb haupt­säch­lich über die Grund­schuld.

Welche Vor- und Nachteile haben Hypothek und Grundschuld?

Eine Hypo­thek wird wie eine Grund­schuld zunächst ins Grund­buch der betref­fen­den Immo­bi­lie ein­ge­tra­gen. Sie ist dabei jedoch immer an das ent­spre­chen­de Dar­le­hen gekop­pelt. Mit jeder Rück­zah­lung durch den Kre­dit­neh­mer sinkt die Höhe der Hypo­thek. Ist die Bau­fi­nan­zie­rung kom­plett abge­tra­gen, erlischt die Hypo­thek auto­ma­tisch.

Die Grund­schuld exis­tiert hin­ge­gen unab­hän­gig vom jewei­li­gen Dar­le­hen. Sie wird auch über die Höhe der Dar­le­hens­sum­me ins Grund­buch ein­ge­tra­gen. Ihr Betrag ver­min­dert sich wäh­rend der Lauf­zeit durch Rück­zah­lun­gen jedoch nicht. Ist das Dar­le­hen kom­plett abbe­zahlt, steht die Grund­schuld also mit ihrem vol­len Wert nach wie vor im Grund­buch. Ihre Löschung muss extra bean­tragt wer­den und ist nur mit Zustim­mung der finan­zie­ren­den Bank mög­lich.

Auch wenn die Grund­schuld auf den ers­ten Blick wie das schlech­te­re Grund­pfand­recht wirkt, ist ihre Fle­xi­bi­li­tät ein gro­ßer Vor­teil. Sie kann zum Bei­spiel noch ein­mal für die Besi­che­rung einer wei­te­ren Finan­zie­rung genutzt wer­den, ohne dass dafür eine erneu­te Grund­pfand­rechts­be­stel­lung erfol­gen muss. Dies gilt auch für eine spä­te­re Umschul­dung, da sich die Grund­schuld auf einen ande­ren Gläu­bi­ger über­tra­gen lässt. Somit kön­nen Kre­dit­neh­mer bei der Grund­pfand­rechts­be­stel­lung die Kos­ten nied­ri­ger hal­ten.


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