Grundschuldzinsen

Beim Abschluss einer Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung wird eine Grund­schuld in Höhe des Dar­le­hens­be­trags ins Grund­buch der Immo­bi­lie ein­ge­tra­gen. Dabei fin­det sich in der ent­spre­chen­den Urkun­de ein Grund­schuld­zins, der nor­ma­ler­wei­se etwa bei 14 Pro­zent pro Jahr liegt.

Die­ser Zins­satz muss jedoch nicht vom Kre­dit­neh­mer bezahlt wer­den und hat in den meis­ten Fäl­len kei­ner­lei Bedeu­tung. Soll­te es jedoch zu einer Zwangs­ver­stei­ge­rung kom­men, kann die Bank die Grund­schuld­zin­sen für bis zu zwei Jah­re zusätz­lich for­dern.

Welche Bedeutung haben Grundschuldzinsen?

Grund­schuld­zin­sen stel­len eine zusätz­li­che Sicher­heit bei einer Bau­fi­nan­zie­rung dar, die die For­de­rung der Bank im Fal­le einer Zwangs­ver­stei­ge­rung erhö­hen kann. Die Grund­schuld­zin­sen haben also nichts mit dem Dar­le­hens­zins zu tun und müs­sen bei ord­nungs­ge­mä­ßer Zah­lung der Kre­dit­ra­ten auch nicht vom Kre­dit­neh­mer ent­rich­tet wer­den. Des­halb erweist sich der Grund­schuld­zins meis­tens als eine rei­ne „Zahl auf dem Papier“.

Was ist in Bezug auf die Verjährung von Grundschuldzinsen wichtig?

Die Höhe der Grund­schuld­zin­sen von etwa 14 Pro­zent pro Jahr wür­de die Grund­schuld auf Dau­er erheb­lich erhö­hen. Da die Ban­ken die­sen Zins­satz nicht wirk­lich ein­for­dern, fällt er unter die regel­mä­ßi­ge Ver­jäh­rungs­frist von drei Jah­ren. Beginn der Ver­jäh­rung ist der Schluss des Jah­res, in wel­chem sie fäl­lig wer­den. Auf die­sem Weg ver­läuft also auch die Erhö­hung der Grund­schuld durch Grund­schuld­zin­sen in einem begrenz­ten Rah­men.

Worin liegt der Unterschied zwischen Grundschuldzinsen und Nebenleistung?

In Bezug auf die Grund­schuld taucht von Sei­ten der Ban­ken auch immer wie­der der Begriff der ein­ma­li­gen Neben­leis­tung auf. Hier­bei han­delt es sich nicht um die Grund­schuld­zin­sen, son­dern um einen zusätz­li­chen Zins.

Die Grund­schuld Neben­leis­tung kommt eben­falls nur bei einer Zwangs­ver­stei­ge­rung zum Tra­gen und wird in die­sem Fall sofort fäl­lig. Mit dem Betrag deckt die Bank die Kos­ten ab, die für die Zwangs­ver­stei­ge­rung selbst anfal­len. Je nach Bank vari­iert die Höhe der Neben­leis­tung zwi­schen fünf und zehn Pro­zent der gesam­ten Dar­le­hens­sum­me.


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