Kumulschaden

Führt ein ein­zi­ges Scha­de­n­er­eig­nis dazu, dass vie­le Kun­den eines Ver­si­che­rers in der glei­chen Regi­on gleich­zei­tig einen Scha­den erlei­den, spricht man von einem Kumulschaden.

Grö­ße­re Kumul­schä­den in einer Regi­on sind zum Bei­spiel durch Sturm und Hoch­was­ser zu erwar­ten oder auch bei einem star­ken Hagelniederschlag.

Beim Zusam­men­tref­fen meh­re­rer Kumul­schä­den, kann es für den Ver­si­che­rer zu wirt­schaft­li­chen Pro­ble­men kom­men. Dies kann auch der Fall sein, wenn die Schä­den nicht sehr groß, die Risi­ken im Nor­mal­fall gut abge­si­chert sind, aber die Men­ge der Schä­den enorm ist.

Um eine wirt­schaft­li­che „Schief­la­ge“ zu ver­mei­den, haben die meis­ten Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men daher eine Kumul­scha­den­gren­ze ver­ein­bart, die vor­gibt, wel­chen Höchst­be­trag das Unter­neh­men für alle vom Scha­den betrof­fe­nen Kun­den aus­zahlt. Die­se Höchst­haf­tungs­sum­me kann zwi­schen einer und drei­ßig Mil­lio­nen Euro lie­gen. Eini­ge weni­ge Ver­si­che­rer ver­zich­ten auch auf die Ver­ein­ba­rung einer Kumulschadengrenze.

Es besteht außer­dem die Mög­lich­keit, das Risi­ko zu min­dern, in dem der Erst­ver­si­che­rer eine „Kumul­scha­den­ex­ze­den­ten-Rück­ver­si­che­rung“ abschließt, bei der ein Rück­ver­si­che­rer ab einem bestimm­ten Zeit­punkt die Sum­me aller Ein­zel­schä­den aus dem einen Scha­de­n­er­eig­nis trägt. Dies kann zum Bei­spiel bei einem Hagel­scha­den in der Kfz-Kas­ko­ver­si­che­rung die Über­nah­me aller betrof­fe­nen Fahr­zeu­ge und deren Schä­den sein.


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