Euribor-Darlehen

Euri­bor-Dar­le­hen sind eine Bezeich­nung für Bau­dar­le­hen, die einen varia­blen Zins­satz auf­wei­sen. Der varia­ble Zins­satz ori­en­tiert sich dabei an der Ent­wick­lung des soge­nann­ten EURIBOR (Euro Inter­bank Offe­red Rate), der wie­der­um als Refe­renz­z­ins­satz für Gel­der gilt, die die Ban­ken sich unter­ein­an­der lei­hen. Der Zins­satz kann alle 3 Mona­te an die aktu­el­le EURIBOR-Ent­wick­lung ange­passt wer­den.

Welche Besonderheiten weist ein Euribor-Darlehen auf?

Her­kömm­li­che Bau­fi­nan­zie­run­gen wer­den hier­zu­lan­de fast immer als Annui­tä­ten­dar­le­hen ver­ge­ben. Der Zins­satz ist über den Zeit­raum der Zins­bin­dung (5-30 Jah­re) fest­ge­legt und die Rück­zah­lungs­ra­te bleibt über die­se Lauf­zeit hin­weg jeden Monat gleich. Im Gegen­zug hat der Kre­dit­neh­mer zumin­dest in den ers­ten 10 Jah­ren so gut wie kei­ne Mög­lich­keit, das Dar­le­hen zu kün­di­gen und vor­zei­tig zurück­zu­zah­len. Das Euri­bor-Dar­le­hen unter­schie­det sich vom Annui­tä­ten­dar­le­hen in nahe­zu allen oben genann­ten Punk­ten. Der Zins­satz ist nicht fest­ge­legt, son­dern varia­bel und kann alle 3 Mona­te ange­passt wer­den. Somit pas­sen sich auch die Rück­zah­lungs­ra­ten regel­mä­ßig an. Durch die­se Fle­xi­bi­li­tät bie­ten die Ban­ken varia­ble Bau­dar­le­hen gera­de in Nied­rig­zins­pha­sen sehr güns­tig an. Dar­über hin­aus kann der Kre­dit­neh­mer das Dar­le­hen jeder­zeit mit einer Frist von 3 Mona­ten kün­di­gen und voll­stän­dig zurück­zah­len. Auch kos­ten­freie Son­der­til­gun­gen in nahe­zu belie­bi­ger Höhe stel­len kein Pro­blem dar.

Wann ist ein Euribor-Darlehen interessant?

Ein Euri­bor-Dar­le­hen ist immer dann eine inter­es­san­te Lösung, wenn Kre­dit­neh­mer eine kurz­fris­ti­ge Zwi­schen­fi­nan­zie­rung benö­ti­gen. Ein gän­gi­ges Bei­spiel stellt der Haus­ver­kauf und gleich­zei­ti­ge Neu­erwerb einer ande­ren Immo­bi­lie dar. Der Ver­käu­fer braucht bereits das Geld für das neue Haus, wäh­rend der Ver­kauf des bis­he­ri­gen Objek­tes noch nicht abge­schlos­sen ist. In die­sem Fall ist das Euri­bor-Dar­le­hen die per­fek­te Lösung: Es kann bereits nach 3 Mona­ten kom­plett mit dem Erlös des Haus­ver­kaufs abge­löst wer­den, ohne dass dafür eine Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung zu zah­len ist. Ähn­lich liegt der Fall, wenn der Dar­le­hens­neh­mer eine grö­ße­re Zah­lung (z.B. eine Erb­schaft) erwar­tet und damit einen gro­ßen Teil der Finan­zie­rungs­sum­me abtra­gen könn­te. Wäh­rend Annui­tä­ten­dar­le­hen in Bezug auf Son­der­til­gun­gen oft auf Beträ­ge von 5-10 Pro­zent der Rest­schuld jähr­lich begrenzt sind, exis­tie­ren sol­che Hür­den bei Euri­bor-Dar­le­hen nicht.


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