Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB)

Die All­ge­mei­nen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen (AVB) sind All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB) für die Ver­si­che­rungs­bran­che. Die­se ent­hal­ten vom Ver­si­che­rer vor­for­mu­lier­te Rah­men­be­din­gun­gen, wel­che bei allen Ver­si­che­rungs­ar­ten zugrun­de gelegt wer­den und die in den ein­zel­nen Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen nicht erneut genannt wer­den müs­sen.

Die Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men for­mu­lie­ren die AVB auf der Basis von Gesetz und Recht­spre­chung. Sie die­nen als Rechts­grund­la­ge für die Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge und wer­den dem Ver­si­che­rungs­neh­mer vor Abschluss des Ver­tra­ges zur Ver­fü­gung gestellt.

Die Men­ge, der Umfang und der Inhalt der dem Kun­den zu ertei­len­den Infor­ma­tio­nen ist im VVG gere­gelt (Ver­ord­nung über Infor­ma­ti­ons­pflich­ten bei Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen (VVG-InfoV)).

Was genau beinhalten die AVB?

Im Gegen­satz zu den Beson­de­ren Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen (BVB), in denen die indi­vi­du­el­len Ver­trags­ge­ge­ben­hei­ten berück­sich­tigt wer­den, regeln die AVB die gene­rel­len Ver­ein­ba­run­gen für die ein­zel­nen Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge. Hier­zu gehört bei­spiels­wei­se die Fäl­lig­keit der Bei­trä­ge und ent­spre­chen­de Rechts­fol­gen des Zah­lungs­ver­zu­ges, Art, Umfang und Fäl­lig­keit der Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen durch den Ver­si­che­rer, Oblie­gen­hei­ten und Anzei­ge­pflich­ten des Ver­si­che­rungs­neh­mers, die Anga­be inlän­di­scher Gerichts­stän­de, Aus­schlüs­se vom Ver­si­che­rungs­schutz u.v.m.

Die AVB gibt es für jede Ver­si­che­rungs­spar­te und für jeden Ver­si­che­rungs­zweig in abge­wan­del­ter Form wie zum Bei­spiel die All­ge­mei­nen Bedin­gun­gen für die Kraft­fahrt­ver­si­che­rung (AKB) oder die All­ge­mei­nen Bedin­gun­gen für die Haft­pflicht­ver­si­che­rung (AHB).

Wenn ein kon­kre­ter Ver­si­che­rungs­ver­trag abwei­chend von den AVB gestal­tet wer­den soll, bedarf es soge­nann­ter „Beson­de­rer Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen (BVB)“, indi­vi­du­el­ler Klau­seln oder Zusatz­be­din­gun­gen. Kön­nen die­se jedoch einer Viel­zahl von Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen zugrun­de gelegt wer­den, han­delt es sich wie­der­um um All­ge­mei­ne Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen.

Seit 1994 sind die AVB nicht mehr geneh­mi­gungs­pflich­tig. Dies bedeu­tet jedoch nicht, dass sie auch kei­ner Rechts­kon­trol­le unter­lie­gen. Die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (BaFin) ist für die Rechts­kon­trol­le zustän­dig.


Weitere Informationen

Ver­si­che­run­gen für Pri­vat­kun­den

Ver­si­che­run­gen für Fir­men­kun­den

Ver­si­che­run­gen für den öffent­li­chen Dienst

» zur Ver­si­che­rungs­le­xi­kon Über­sicht

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